COVID-19, die Dritte

Auszug aus der Stellungnahme der ÖGP zum Management von akuten SARS-CoV-2 Infektionen und zum Management von chronischen Lungenerkrankungen während der SARS-CoV-2 Pandemie (Stand 06.04.2020)

Patienten ≤65 Jahre mit einer nur leichten COPD oder einem leichten Asthma und gut kontrollierter Symptomatik haben kein (signifikant) erhöhtes Risiko schwer an SARS-CoV-2 zu erkranken. Eine generelle Arbeitsfreistellung ist bei diesen Patienten nicht erforderlich.

Bei gut kontrolliertem Asthma besteht grundsätzlich kein erhöhtes Risiko für einen komplikationsbehafteten COVID-19-Verlauf, anders verhält es sich bei schlecht kontrolliertem Asthma. Es ist daher besonders wichtig, dass Asthma-Patienten ihre Medikamente, die zu einer guten Krankheitskontrolle beitragen können, jetzt besonders konsequent einnehmen. Das gilt insbesondere auch für inhalative Kortisonpräparate, die eine gute Kontrolle dieser chronisch entzündlichen Erkrankung ermöglichen. Auch COPD-Patienten sollten ihre regelmäßig verwendete Therapie gerade jetzt möglichst konsequent durchführen, um die gefürchteten akuten Verschlechterungen der COPD, sog. Exazerbationen, möglichst zu verhindern.

 

Folgende Maßnahmen sind allen komorbiden Patienten und im speziellen Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen zu empfehlen, um sich vor schweren Infektionen zu schützen oder im Falle einer Infektion das Risiko für einen schlechten Verlauf zu reduzieren:

✓ Einhaltung der aktuell empfohlenen Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen für chronisch kranke Patienten bzgl. SARS-CoV-2
✓ Bei Krankheitssymptomen frühzeitig Kontakt zum Gesundheitssystem aufnehmen
✓ Fortsetzung der bisherigen Therapie zur Behandlung der chronischen Lungenerkrankung (keine Medikamente aus Angst vor SARS-CoV-2 absetzen, Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten)
✓ Sofortige Beendigung des Nikotinkonsums (STOP SMOKING)
✓ Weiter körperlich aktiv bleiben um muskulärer Dekonditionierung vorzubeugen
✓ Bei nächster Gelegenheit Impfstatus bzgl. Pneumokokken komplettieren
✓ Ab November sich gegen Influenza impfen lassen

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COVID-19, die Zweite

Entsprechend den Verordnungen der österreichischen Bundesregierung und den Empfehlungen der Ärztekammer nehme ich derzeit in der Ordination nur Patienten nach vorheriger Rücksprache an.

Nicht dringliche Untersuchungen, Befundbesprechungen, Routinekontrollen oder ähnliches werden terminlich verschoben oder abgesagt.

Rezeptausstellungen sind immer möglich, dies soll aber (sobald technisch möglich) elektronisch erfolgen oder eventuell auch per Fax an Ihre Apotheke.

Bleiben Sie gesund!

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COVID-19

Zitat:

In Krisensituationen muss man klare Prioritäten setzen. Das heißt, dass die einzelnen Bürger ihre Sozialkontakte reduzieren, ebenso wie ihr Einkaufsverhalten. Und das heißt vor allem: Aufrechterhalten der Ressourcen im medizinischen und pflegerischen Bereich. Mit einem Wort: wenn Ärzte sich signifikant oft infizieren, bricht die Versorgung zusammen.
Deshalb auch der Appell an die Patienten: Arztbesuche vermeiden. Nur in absoluten Notfällen zum Arzt oder gar ins Krankenhaus gehen. Rettung und Ärztenotdienst anrufen. Ärzte können Patienten auch telefonisch krankschreiben. Und für die elektronische Ausfertigung von Rezepten lassen sich auch Wege finden oder Botendienste.
Krankenhäuser wirklich meiden, so paradox es klingt. Besuche einstellen. Nur wer sich drastisch zurückhält, kann Solidarität beweisen.
Man sieht es derzeit in Italien: Die Gesundheitsversorgung ist knapp vor dem Zusammenbruch. Das gilt auch für Spanien, das bislang noch nicht im Fokus der medialen Beobachtung stand.
Die US-Amerikaner haben ein Einreiseverbot für Europäer erlassen. Immer mehr Staaten machen ihre Grenzen dicht.
Wir werden uns an mehrere Wochen mehr oder weniger starke Isolation gewöhnen müssen. Zuhause bleiben, Zuhause arbeiten, wo es möglich ist, Einkaufsfahrten bündeln. Früher oder später kann es zu Zugangsbeschränkungen in Geschäften kommen. Das gilt auch für Restaurants.
Deshalb: Ärzte schonen, damit sie sich auf ihre Arbeit konzentrieren können. Und nicht hyperdringliche Ordinationsbesuche verschieben. Mittlerweile haben 90% der Österreicher ein Smartphone oder sind internetfähig. Jetzt ist es an der Zeit, die digitalen Möglichkeiten soweit es geht auszuschöpfen.
Ärzte sind nämlich in mehreren Aspekten eine gefährdete Gruppe: Viele Ärzte – niedergelassen oder angestellt – sind jenseits der Fünfzig und Sechzig. Und niemand hat so viel Kontakt mit potenziellen infizierten Menschen wie ein Arzt oder ein Pfleger.
Deshalb sind in diesem Bereich auch die konsequentesten und strengsten Sicherheitsmaßnahmen notwendig. Schon im Sinne des Selbstschutzes des Patienten.
Und das zweitwichtigste: Keine Panik. Damit wiederhole ich auch den Appell an die Medien, sich zurückzuhalten. Auf knallige Schlagzeilen zu verzichten. Man muss latente Angst nicht auch noch aktivieren.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

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Urlaubsplanung

An den Montagen 27. April und 11. Mai 2020 bleibt die Ordination geschlossen,

Die kollegiale Vertretung übernimmt Dr. Horst Hinterberger, Tel. 01 2822278, Hartlebengasse 1-17/80/4, 1220 Wien, Ordinationszeit MoDiDoFr 15:30 – 18

 

Mein Sommerurlaub wird vom 27.Juli bis zum 13.August 2020 sein.

Die Vertretung übernehmen alle anwesenden Lungenfachärzte und die Spitalsambulanzen.

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